- Kalte Zellen niemals
hochstromentladen. Es hat sich herausgestellt, dass auch LiPoly-Zellen sehrwohl
"temperaturempfindlich" sind. Die Zellen zeigen eine besserer
"Hochstromfähigkeit" wenn Sie mit ca. 30-35°C in das Modell
kommen.
- Auf die maximale Temperatur
der Zellen achten. Nach dem Flug sollten die LiPoly-Zellen nicht über
55-60°C haben. Sollte dies der Fall sein, bitte für niedrigere
Belastung (Ströme) sorgen. Kleine Props, weniger Steigung aber auch ein
besserers Powermanagement (geziehltes Gaswegnehmen) kann die Belastung deutlich
reduzieren.
- Bei hohen Belastungen der
LiPoly-Zellen geht die Spannungslage stark zurück. Man meint der Motor
würde "zusammengewürgt". Dies ist aber ein Zeichen für zu lange
und zu hohe Belastung der Zellen.
- LiPoly-Zellen haben keinen
Memoryeffekt. Daher kann ohne weiteres bei jedem Ladezustand der Zellen
abgebrochen und geflogen werden bzw. nach dem Fliegen einfach wieder
nachgeladen werden. Bitte nur Zellen laden, die unter 30°C
sind.
- Abschalten bei Unterspannung:
Teilweise kann bei Drehzahlstellern eine für LiPoly-Zellen "Geeigneten"
Unterspannungsüberwachung programmiert werden. Diese wird allerdings
niemals die Eigenverantwortung des Piloten ersetzten, sondern höchsten
ergänzen. Lipoly-Zellen sollen niemals unter 3,0V pro Zellen kommen. Ab
hier beginnt das Elektrolyt instabil zu werden. Diese Spannung gilt aber
für die Zelle in Ruhe. Unter Belastung kann die Zellenspannung schon mal
auf ca. 2,5V sinken, ohne die Zelle zu zerstören. Wichtig ist, dass die
Zellenspannung im Leerlauf wieder über 3,0V steigt. Wie soll nun der
Steller abschalten!? Bei 3,0V ist die Zelle in jedem Fall sicher. Die Zelle
wird aber je nach Belastung schon bald an die 3,0V-Grenze herankommen. Wenn nun
die Steller abschalten, wird man die Zellenkapazität niemals optimal
nutzen können. Der "Poweruser" wird also die Abschaltung bald wieder
deaktivieren um nicht schon vorzeitig zum Landen gezwungen zu werden. Nimmt man
die Abschaltspannung aber unter 3,0V wird der Steller nicht sofort abschalten
und man kann die Kapazität besser ausnutzen. Problem daran ist aber, wenn
man mit sehr geringen Strömen entlädt, kann die Zellen damit soweit
entladen werden, dass die Zellenspannung auch ohne Last nicht wieder über
3,0V steigt. Folge daraus kann eine Zerstörung der Zelle sein, obwohl man
ja die Unterspannungsabschaltung aktiviert hat. Eine bessere
Unterspannungsabschaltung ist nur zu gewährleisten, wenn Spannung und
Strom gemessen werden und unter Kenntnis der Zellenkapazität und
möglichen Strombelastung die Spannung zu bewerten. Dies wird z.B. in den
hochpreisigen Akkuweichen so gehandhabt. Jegliche Schutzschaltung an den Zellen
wird immer durch den notwendigen Shunt zur Strommessung den Innenwiderstand der
Zelle erhöhen und die Belastung der Zellen herabsetzten. Die Spannung wird
bei Belastung stärker einbrechen (Ri-Zelle + Ri-Shunt).
- Bestimmung der Flugzeit: Akku
volladen. Ca. 10 min fliegen, landen und dann die Zellen wieder volladen. Auf
Grund der eingeladenen Kapazität kann die ungefähre Flugzeit (bei
gleichem Flugstil) bezogen auf die Nennkapazität ermittelt werden. Stellt
man nun der Timer des Senders auf ca. 80% der max. Flugzeit wird man die Zellen
auch ohne Unterspannungsabschaltung nicht zu tief entladen. Vorausgesetzt ist
aber immer ein voll geladener Akku zu Beginn des Fluges. Es hat sich aber
gezeigt, dass die LiPoly-Zellen nicht so empfindlich gegen kruzzeitige
Tiefentladung sind wie befürchtet wird.
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